Seit 38 Jahren das Nordic und Bike Fachgeschäft in Raubling
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Chronik über die Entstehung der Skating-Technik im Skilanglauf

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Pauli Siitonen (Finnland) ist hauptverantworlicher der Skatingtechnik. Warum?

 

Pauli Siitonen war in den Siebzigern und frühen Achtzigern bereits mit uns international auf den Rollskirennen unterwegs.

 

Pauli, der Finne, begann in den frühen "Achtzigern" (noch zu den klassischen Zeiten-Diagonalschritt) bei den Worldloppet Läufen auf langen geraden Teilstücken und leichten Anstiegen im einseitigen Schlittschuhschritt zu laufen. Wir anderen Läufer im Spitzenpulk, seine damaligen Konkurrenten, mußten das gleiche tun, damit uns Pauli nicht weglief. Im bisher bekannten Doppelstockschub waren wir zu langsam. Der einseitige Schlittschuhschritt wurde damals nach dem Pauli als der "Siitonen Schritt" benannt. 

 

Das funktionierte zwei Saisonen ganz gut, bis uns die Veranstalter den einseitigen Schlittschuhschritt verbaten. Mit dem Argument, die klassichen Spuren werde für die nachfolgenden Läufer kaputt gemacht, hatten sie natürlich recht. Also wurde der Siitonen Schritt verboten.

 

Pauli und wir anderen Läufer benutzten bei den Rollskirennen, damals noch mit den klassischen Dreirad-Rollski und niedrigen flachen Schuhen, bereits den Schlittschuhschritt. Durch die schnellen Rollski (es wurden Schnitte mit 36km/h gelaufen) wurde die reine klassische Lauftechnik und der Doppelstockschub zu langsam. Ganz schnell entwickelte ich dann aus den Dreirad-Rollskiern der Skatingtechnik angepaßte Zweiradrollski und wir bastelten uns gleichzeitg für unsere Schuhe hohe Schäfte, damit unsere Sprunggelenke stabilisiert wurden und wir die Rollski zum Abstoß aufkanten konnten. 

 

Die Langläufer kramten im Reglement und stellten fest, dass ja der zweiseitge Schritt nicht verboten ist, also wurde eben im zweiseitigen Schlittschuhschritt gelaufen. So enstand in Windeseile innerhalb einer Saison der Skatingschritt (Stil). Die Veranstalter wurden von den Läufern dieser neuen Stilart derart überrannt, dass sie sich schnell entschlossen, Spuren für beide Stilarten anzulegen. Das war 1985 der Beginn der Skatingtechnik. Bereits 1986 fanden dann die ersten Weltmeisterschften in dieser Stilart in Seefeld statt.

 

Heute ist die Skatingtechnik aus dem Ski-Langlauf nicht mehr wegzudenken. Außerdem hat die Skatingtechnik viele neuen Freunde für den Langlaufsport motiviert, da ja das lästige wachsen (Abstoßbereich) der Skier wegviel. Auf den heutigen Loipen wird mitlerweile mehr in der Skatingtechnik als in der Klassiktechnik gelaufen. Wer allerdings den Skilanglauf über die Klassiktechnik gelernt hat, wird immer wieder diese schöne und ästhetische Technik benutzen.